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Bestehende bAV-Verträge beibehalten!

Zinstief kann Garantierenten halbieren

Während die deutsche Wirtschaft boomt und Arbeitskräfte allmählich in allen Bereichen knapp
werden, hängen die Lebensversicherer noch im Rendite-Tief, das die Finanzkrise ausgelöst hat. Das
Bundesfinanzministerium hat deshalb entschieden, dass Versicherer ab 1.1.12 den garantierten
Rechnungszins auf Lebensversicherungsleistungen – dazu gehören auch die bAV-Verträge – auf den
historischen Tiefstand von 1,75 Prozent senken müssen. Der Garantiezins, der noch vor zehn Jahren
bei 4 Prozent lag, bestimmt die Ablaufleistung der bAV-Verträge im „ungünstigsten Fall“, d. h. wenn
die Versicherungsgesellschaft keinerlei Überschussanteile erwirtschaftet hat.

Die DGbAV – Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung hat
Versicherungsmathematiker die finanziellen Nachteile errechnen lassen, die ein Arbeitnehmer ab
nächsten Jahr erleidet, der einen bestehenden bAV-Vertrag umdecken lässt, weil er den Arbeitsplatz
wechselt. Die im Gesetz festgeschriebene Portabilität, also die Mitnahmegarantie versiche-
rungsgedeckter bAV-Ansprüche zum neuen Arbeitgeber, hat im Regelfall die vertragliche Umdeckung
auf die im neuen Unternehmen genutzte Versicherung zur Folge. Dabei wird zwar das
Deckungskapital komplett über-tragen, aber die neuen Parameter wie veränderte Sterbetafeln und
insbesondere der aktuelle Garantiezins reduzieren den garantierten Rentenanspruch erheblich.

Ein Arbeitnehmer, der ab dem Jahr 2002 als Dreißigjähriger in seine betriebliche Altersversorgung
einen monatlichen Betrag von 200 Euro einzahlt, hat aufgrund des relativ hohen Garantiezinses von
damals 3,25 % garantiert 710 Euro monatliche Betriebsrente ab seinem 65. Lebensjahr. Folgt er
einem besseren beruflichen Angebot und wechselt im Jahr 2012 seinen Arbeitgeber, wird sein neuer
bAV-Vertrag nur 1,75 % garantierten Zins ausweisen. Die ihm garantierte Betriebsrente sinkt damit
dramatisch auf 390 Euro – wohlgemerkt bei gleicher monatlicher Einzahlung von 200 Euro in seinen
bAV-Vertrag. Das ist ein Verlust von rund 45 Prozent. Erreicht er ein Lebensalter von 82 Jahren, hat
er unter Umständen rund 65.000 Euro Betriebsrente weniger bezogen, als wenn er seinen alten,
günstigeren bAV-Vertrag fortgeführt hätte. Dazu kommen eventuell noch Nachteile bei der
Hinterbliebenenversorgung und bei Berufsunfähigkeit.

Die Möglichkeit der Fortführung bestehender, günstigerer bAV-Verträge bei neuen Arbeitgebern
bietet die Clearing-Stelle der DGbAV – Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung. Ist
neben dem Arbeitgeber der Begünstigte des bAV-Vertrags, also der Arbeitnehmer, einverstanden,
übernimmt die DGbAV-Clearing-Stelle gegen eine geringe monatliche Gebühr das gesamte Handling.
Sie zieht treuhänderisch die monatlichen Zuwendungen zum bAV-Vertrag beim neuen Arbeitgeber
ein und bedient damit den bestehenden Vertrag bis zum Eintritt der Rente. Vorteil für den
Arbeitnehmer: der günstige Vertrag wird fortgeführt. Vorteil für den Arbeitgeber: ein Zahlungsweg
und ein Ansprechpartner für verschiedene Versicherer, keine unterschiedlichen Formulare.

Mit ihrer Clearing-Stelle stand die DGbAV bei der 25. Verleihung des „Innovationspreises der
deutschen Wirtschaft“ im Finale der aussichtsreichsten Fünf. Als Finanzdienstleister, der sich seit
2002 der betrieblichen Altersversorgung widmet, wetteiferte die DGbAV mit ihrem innovativen
Projekt der bAV-Clearing-Stelle in ihrer Kategorie mit Biotech- und Nanotechnik- Unternehmen.
Unter den rund 170 Projekt-Einsendungen repräsentierte die bAV-Clearing-Stelle der DGbAV die
einzige Innovation auf
dem Gebiet der Dienstleistungen. In der Gruppe der Finalisten befand sich die
DGbAV unter namhaften Adressen wie DaimlerChrysler sowie Thyssen/Krupp und Siemens. Der
Service der DGbAV-Clearing-Stelle kostet monatlich 3 Euro. Im gerechneten Beispiel sind das bis zum
Renteneintritt weniger als 1.000 Euro, die einer möglichen Betriebsrenten-Reduzierung von 65.000
Euro entgegenstehen.